[Rezension] Die Gabe der Könige von Robin Hobb

Sunshine Favourite





Buch von Robin Hobb
Genre: High Fantasy
Seiten: 608
Erschienen: 28.8.2017
Verlag: Penhaligon
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Klappentext:


"Er dient seinem König bis in den Tod – ein Meisterwerk voll Magie, Spannung und Emotionen.

Fitz ist ein Bastard, der Sohn eines Prinzen und eines Bauernmädchens. Doch schon in jungen Jahren nimmt ihn der König in seine Dienste. Noch ahnt Fitz nicht, was er für seine Treue aufgeben muss – seine Ehre, seine Liebe, sogar sein Leben! Denn die Intrigen bei Hofe sind mannigfaltig, und Fitz kann seine Augen nicht vor dem drohenden Unheil verschließen, das dem Reich droht. Doch da befiehlt ihm der König, genau das zu tun. Fitz muss sich entscheiden: Wird er gehorchen oder seinem eigenen Gewissen folgen?"



Meine Meinung:


Dieses Buch konnte mich durchwegs fesseln, es hat mich mitgerissen und ich habe mitgefühlt. Ich bin begeistert!

Erstmal vorneweg, das Buch ist bereits unter dem Titel "Der Adept des Assassinen" im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel "Der Weitseher" im Heyne Verlag. Wem es also schon bekannt vorkommt, hat vielleicht eine der der älteren Ausgaben im Regal stehen.

Erzählt wird etwas ungewöhnlich und zwar schreibt Fitz, der Protagonist, seine eigene Geschichte im Nachhinein auf. Das fand ich ausgefallen, aber nach nur wenigen Seiten bin ich im Lesefluß gewesen und konnte nur schwer wieder aufhören.

Fitz kommt mir nur 6 Jahren an den Königshof und als Bastard des Prinzen Chilvalric hat er es richtig schwer dort. Er wird sogleich dem Stallmeister Burrich übergeben, der sich um ihn kümmern soll. Burrich ist ein grundehrlicher, eher ungehobelter Kerl, den ich sehr gern mochte. Der Junge kann sich nicht an seinen Namen und auch an sonst nichts vor seinem sechsten Lebensjahr erinnern und deswegen wird er von Burrich einfach Fitz genannt, oder schlicht und einfach "Junge". Fitz ist die Bezeichnung eines Bastards. Burrich hat so viel richtig wie falsch gemacht, aber im Nachhinein hat Fitz es gut getroffen mit ihm.

Den ersten Teil des Buches fand ich sehr traurig. Fitz Einsamkeit ist einfach erbarmungswürdig und dazu wird er auch noch von anderen Burgbewohnern schikaniert. Seine Traurigkeit ist richtig greifbar und ich habe echt mitgelitten mit dem kleinen Kerl und auch später war das Buch sehr emotional für mich. Fitz fühlt sich so einsam, dass er sich Geborgenheit nur zusammen mit den Hunden im Stroh vorstellen kann, anders hat er es nicht kennengelernt. Burrich gibt ihm einen Welpen als Spielgefährten und zur Gesellschaft, er nennt ihn Naseweis.

Sunny aka Naseweis

Es wird leicht zugänglich und durchwegs flüssig erzählt. Die Anzahl der Namen ist überschaubar und sie sind einfach gehalten. Die Charaktere werden sehr schön beschrieben, ich hatte zu jedem ein Bild im Kopf und ich musste nie nachdenken wer wer ist. Die Burg, die angrenzende Stadt und auch alle anderen Orte werden sehr schön und anschaulich beschrieben, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, als wäre ich mittendrin. Eine Karte im Umschlag hilft bei der Orientierung.

Die magische Fähigkeit, die Gabe genannt, tritt bei Fitz von Anfang an auf, nur weiß er nicht was es bedeutet und was er damit anfangen soll. Im Laufe des Buches erfährt man mehr darüber und der Teil über die Ausbildung darin war stellenweise schon sehr brutal. Je weiter die Geschichte voranschreitet, umso mehr lernt man auch über die Politik und die Intrigen bei Hofe. Wie Fitz darin verwickelt wird ist hoch interessant und treibt die Spannung an.



Eine große Rolle spielen die Tiere in diesem Buch. Burrich ist als Stallmeister nicht nur für die Pferde, sondern auch für die Hunde verantwortlich. Wer, so wie ich, mit Tieren mehr mitleidet als mit den Menschen, der sei an dieser Stelle vorgewarnt. Es wird dramatisch und vor allem das Ende wird tränenreich.

Durch die Perspektive steht Fitz im Vordergrund des Geschehens, seine Gefühle werden eindringlich beschrieben, aber auch in die anderen Personen konnte ich mich gut hineinversetzen.

Die Spannung ist eher unterschwellig, bleibt dafür konstant zunehmend und steigert sich am Schluss zum Finale stark. Mit dem Ende hat sich Mrs Hobb dann nochmal selbst übertroffen, es wird alles an Dramatik und Nervenkitzel geboten was man sich wünschen könnte. Der Schluss wurde angenehm abgerundet und das Buch klingt schön aus, ohne riesen Cliffhanger. Trotzdem kann ich es kaum erwarten weiterzulesen. Ein geschickt erzählter High Fantasy Roman mit einem starken Protagonisten.


Ich bedanke mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar.





Kommentare

Stephanie Scholz hat gesagt…
Wow Sonja. Wieder eine sehr gute, ausführliche Rezension vielen Dank dafür. Ich werde mir das Buch definitiv mal genauer anschauen!
Die Bilder sind fantastisch und Sunny Naseweis ist einfach nur Zucker.
😃
Book- Angel hat gesagt…
Schöne Rezension meine Liebe!
Ich freue mich schon auf Band 2! :)
Sonja Béland hat gesagt…
Hallo Steffie,

Dankeschön! Ja mach das, ich denke das könnte dir auch gefallen. Hihi Naseweis würde zu ihm auch passen ☺

Liebe Grüße
Sonja
Sonja Béland hat gesagt…
Hallo Mella,

Danke dir 💙 Ich werde mich die Tage durch andere Rezis lesen und natürlich auch deine lesen. Vor beenden der eigenen mache ich das ungerne. Ich freu mich auch schon sehr auf den zweiten Teil.

Liebe Grüße
Sonja

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